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Zur Kurzfassung: Pflegekostenversicherung

Pflegekostenversicherung

Pflegekostenversicherung

Sinn und Zweck einer Pflegekostenversicherung:

Im Pflegefall stehen Ihnen die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung zu. Diese fallen aber meist so gering aus, dass sie nur einen Teil der entstehenden Kosten decken können. Den restlichen Betrag haben Sie selbst zu tragen. Durch eine zusätzliche Pflegekostenversicherung kann diese Versorgungslücke ganz oder teilweise geschlossen werden.
Die Pflegekostenversicherung erstattet Ihnen die Kosten Ihrer Pflege. Diese sind in Form einer Rechnung einzureichen und werden nicht pauschal gezahlt. Grundsätzlich werden zwei Möglichkeiten unterschieden: Die gesetzlichen Pflegeleistungen können durch einen festgelegten Prozentsatz erweitert werden. Bei dieser Vorgehensweise richten sich die Leistungen der privaten Versicherung stets nach denen der gesetzlichen. Es ist jedoch auch möglich, dass die entstandenen Restkosten bis zum Erreichen einer festgelegten Jahresobergrenze übernommen werden.
Wichtig: Im ambulanten Bereich werden alle Leistungen übernommen, die durch professionelle Pflegedienste ambulant erfolgen. Dasselbe gilt für Hilfsmittel sowie Transportkosten zu Ärzten, Krankenhäusern oder Tagespflegeeinrichtungen. Stationär werden ebenfalls Transport- und Pflegekosten erstattet.
Gut zu wissen: Die Pflegekostenversicherung leistet üblicherweise ab Pflegegrad 2 und ist die günstigste Pflegevorsorge.

Die wichtigsten Gründe für diese Vorsorge:

  • Unzureichende Grundversorgung der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Restkosten der Pflege müssen selbst übernommen werden
  • Sicherung der finanziellen Existenz durch Pflegekostenversicherung
  • Schließen der Versorgungslücke und Übernahme der Restkosten
  • Zwei verschiedene Modelle wählbar

Darauf sollten Sie achten:

Es gibt Kosten, die vom Versicherungsvertrag ausgeschlossen werden. Diese können zwischen den Versicherungsgesellschaften variieren. Ausgeschlossen sind beispielsweise oft Kosten für die Unterbringung sowie das Essen in der stationären Pflege, zusätzliche Betreuungsleistungen bei Demenz, Tages- und Nachtpflege, vollstationäre Pflege sowie Verhinderungspflege und technische Hilfsmittel. Ein Vergleich der Versicherungen lohnt sich deshalb. Ein erfahrener Makler hilft Ihnen dabei gerne weiter.
Den Umfang der Versicherung bestimmen Sie selbst. Die regelmäßigen Versicherungsbeiträge steigen mit dem Alter und dem gewählten Umfang. Sie errechnen sich anhand des Geburtsdatums, des Eintritts und des Eintrittsalters des Versicherungsnehmers. Sie haben die Möglichkeit, die Beiträge steuerlich als Vorsorgeaufwendung geltend zu machen. Dies mindert Ihre Einkommenssteuer. Je nachdem, welche Tarifstufe gewählt wird, kann die gesetzliche Pflegeversicherung um 20 bis 200 Prozent erhöht werden. Allerdings ist die Höhe der Versicherung immer abhängig von Ihren tatsächlichen Aufwendungen. Dadurch wird verhindert, dass sich Versicherungsnehmer oder Angehörige durch die Versicherung bereichern können.
Die meisten Verträge sehen eine automatische Dynamik vor. Dadurch werden die Versicherungsleistungen in regelmäßigen Abständen angehoben, um den steigenden Pflegepreisen gerecht zu werden.
Die Pflegekostenversicherung eignet sich vor allem für Personen, die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchten, da es nicht möglich ist, Auszahlungen zu erhalten. Die Kosten werden stets sofort abgerechnet, was eine Selbstbestimmung des Geldes unmöglich macht. Dies bedeutet zugleich, dass Pflege durch Angehörige durch nur geringe Leistungen honoriert wird. Alternativen zu einer Pflegekostenversicherung können das Pflegetagegeld oder die Pflegerente sein, die eine freie Verfügung der Versicherungsleistung bieten.

Darum ist professionelle Beratung unverzichtbar:

  • Haben Sie einen Überblick über die vielfältigen Angebote am Markt?
  • Können Sie selbst einschätzen, wie der Umfang Ihrer Versicherung ausfallen sollte?
  • Können Sie beurteilen, welcher Versicherungstarif die besten Konditionen für Sie anbietet? Welcher keine Ihrer gewünschten Leistungen ausschließt?
  • Wissen Sie, ob eine prozentuale Erhöhung oder eine Restkostenübernahme besser für Sie ist?
  • Kommt für Sie alternativ eine Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung in Betracht?

Diese Fragen versiert beantworten, Sie professionell begleiten und einen genau für Sie passenden Versicherungsschutz gestalten kann nur ein spezialisierter Makler.
Hinweis: Bei diesen Ausführungen handelt es sich um eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zu dieser Versicherungsart. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Maßgeblich und allein verbindlich sind die Bestimmungen und Bedingungen des jeweiligen Angebotes bzw. Anbieters. Für die Darstellung wird keine Haftung übernommen. Vor dem Abschluss einer geeigneten Versicherung ist die Beratung durch einen spezialisierten Makler unverzichtbar.