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Vermögensverwaltende Fonds/Mischfonds

Die richtigen Zutaten für einen gesunden Mix

Vermögensverwaltende Fonds/Mischfonds

Das Grundprinzip dieser Fondskategorie

Vermögensverwaltende Fonds sind aus der Grundaufgabe eines Vermögensverwalters entstanden: Das Geld eines Anlegers flexibel so investieren, dass er einen möglichst guten Ertrag bei möglichst niedrigem Risiko erzielt. Kennzeichnend für sog. VV-Fonds ist die Flexibilität in der Anlage. Die meisten Fondsarten sind auf bestimmte Anlagearten festgelegt, also z.B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien. VV-Fonds können – je nach definiertem Vertragswerk des Fonds – viele unterschiedliche Anlagearten nutzen und diese je nach persönlicher Einschätzung des Fondsmanagements unterschiedlich hoch gewichten. Also z.B. auch den Aktienanteil erheblich reduzieren und dafür stark in Edelmetalle, z.B. Gold, hineingehen. Mit dieser laufenden Anpassung des Gesamtportfolios können VV-Fonds zwei Ziele verfolgen:

  • Genau dort verstärkt investieren, wo sich besondere Renditechancen abzeichnen.
  • Bei Erwartung starker Einbrüche in einer Anlageart genau diese untergewichten oder ganz herausnehmen.

Jede Anlageform – auch Assetklasse genannt – verlangt aber ein genau darauf ausgerichtetes spezifisches Know-How. Wer Aktienmärkte gut einschätzen kann, hat nicht unbedingt zugleich ein gutes Händchen bei Rohstoffen. Das Management vieler VV-Fonds besteht daher aus Teams mit Spezialisten zu den einzelnen Bereichen.
Einen regelrechten Boom haben vermögensverwaltende Fonds nach der Finanzmarktkrise 2008/2009 erfahren. Alle Aktienmärkte weltweit mussten erhebliche Verluste erleiden. Damit auch Aktienfonds und deren Anleger. Eine Reihe von VV-Fonds konnte rechtzeitig den Aktienanteil so reduzieren, dass keine oder vergleichsweise geringe Verluste entstanden sind. Mit der anschließenden Folge milliardenschwerer Zuflüsse von Anlegern, die ihr Aktienengagement mit Verlust aufgelöst haben. Ein verständliche, aber auch kritisch zu betrachtende Reaktion: Die Aktienmärkte haben mittlerweile ihre Verluste wieder wettgemacht. VV-Fonds können aufgrund ihrer Streuung nur selten die Renditen einer reinen Aktienanlage erwirtschaften.

Sinn und Zweck dieser Fondsart:

Vermögensverwaltende Fonds bieten sich für Anleger an, die zu Gunsten eines reduzierten Risikos auf die Top-Renditen einer rein aktienorientierten Anlage verzichten. Zudem hat man die Gewissheit, sein Vermögen auf verschiedene Anlageformen gestreut zu haben, ohne sich selbst darum kümmern zu müssen.
Trotzdem muss man sich dessen bewusst sein, dass „vermögensverwaltend“ kein Allheilmittel ist. Entwicklungen der verschiedenen Assetklassen kann auch der versierteste Profi nur bedingt einschätzen und entsprechend reagieren. Zudem gibt man dem Fondsmanagement freie Hand in der Auswahl der Assetklassen, was dazu führen kann, dass man in Anlagearten investiert ist, die man persönlich eigentlich nicht bevorzugt. Zudem haben viele Anbieter den Run auf VV-Fonds genutzt, um ihren Fonds werbewirksam das Label „vermögensverwaltend“ zu verleihen, das aber erstmal nicht über die Qualität des Fonds aussagt. Dementsprechend ist auch hier eine kritische Analyse der Leistungsfähigkeit des Anbieters unverzichtbar, bei der ein erfahrener Berater Hilfestellung geben kann.

 

Vermögensverwaltende Fonds/Mischfonds

Das sollten Sie wissen:

Aufgrund der Vielzahl von VV-Fonds haben sich zur gegenseitigen Abgrenzung auch hier Unterkategorien entwickelt, die zu den Zielen und der Mentalität eines Anlegers passen müssen. Einige Beispiele:

  • Chancen/Risiko: Auch VV-Fonds können nach ihrem Chancen-/Risikopotential unterschieden werden, also konservativ, ausgewogen oder dynamisch.
  • Geografisch: Hier entscheidet die Region, in die der Fonds investiert. Dies geht von einzelnen Ländern, über Regionen (Europa, Asien usw.) bis hin zu einer weltweiten Ausrichtung.
  • Themen/Branchen: Einige VV-Fonds haben sich auch auf bestimmte Themenbereiche spezialisiert, wie z.B. ökologisch, Biotechnologie, Konsumgüter usw..

Wichtig ist auch die Unterscheidung zu Mischfonds, von denen sich einige auch als vermögensverwaltend bezeichnen. Ein klassischer Mischfonds arbeitet nach dem Prinzip, gleichzeitig in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere zu investieren. In früheren Zeiten gab es gewisse Gesetzmäßigkeiten, dass bei ungünstigen Börsen die Rentenmärkte gute Renditen geliefert haben. Analog auch umgekehrt. Aus der Mischung von Aktien und Renten war längerfristig eine gute Rendite bei vergleichsweise schwankungsarmem Verlauf zu erwarten. Im Laufe der letzten Jahre haben aber viele frühere Gesetzmäßigkeiten ihre Gültigkeit verloren und die typische Beschränkung auf Aktien und Renten ist heute für einen vermögensverwaltenden Ansatz nicht mehr ausreichend.

Darauf sollten Sie achten:

Grundsätzlich ist nochmal darauf hinzuweisen, dass ein vermögensverwaltender Fonds sehr frei in seiner Anlageentscheidung ist. Für den Anleger ist dies zwar sehr komfortabel, aber eigene Vorstellungen lassen sich hier kaum umsetzen. Wichtig ist aufgrund der verschiedenen Kategorien von VV-Fonds auch, sich der eigenen Chancen-/Risikomentalität und des persönlichen Anlagezieles bewusst zu sein. Der Fonds sollte genau dazu passen.
Ein kritisches Auge sollte man auch auf das Fondsvolumen richten. Die große Nachfrage speziell nach erfolgreichen Anbietern hat dazu geführt, dass einige ein Fondsvolumen von mehreren Milliarden Euro zu verwalten haben. Der besondere Vorteil von VV-Fonds ist die schnelle und flexible Reaktion auf Marktveränderungen, die angesichts solcher Volumina u. U. eingeschränkt ist.
Letztendlich ausschlaggebend ist wie bei fast allen Fondsarten die Leistungsfähigkeit des Fondsmanagements. Gerade auch bei VV-Fonds ist nicht selten festzustellen, dass frühere Top-Performer heute nur noch eine mittelmäßige Rendite erwirtschaften. Eine Analyse ist unverzichtbar und sollte für Sie durch einen erfahrenen Berater erfolgen.

Darum ist professionelle Beratung unverzichtbar:

  • Können Sie selbst objektiv Ihr eigenes Chancen-/Risikoverhältnis ermitteln?
  • Ist das positive Ergebnis eines Fonds in der Vergangenheit auch für die Zukunft zu erwarten?
  • Welche grundsätzlichen Marktveränderungen zeichnen sich ab und wie wirken sie sich auf die einzelnen Kategorien von vermögensverwaltenden Fonds aus?
  • Können Sie selbst aus einer Vielzahl von Fonds den oder die für Sie geeigneten herausfinden?

Diese Fragen versiert beantworten, Sie professionell begleiten und ein genau für Sie passendesAnlagekonzept gestalten kann nur ein spezialisierter Makler.
Hinweis: Bei diesen Ausführungen handelt es sich um eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zu dieser Fondsart. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Maßgeblich und allein verbindlich sind die Bestimmungen und Bedingungen des jeweiligen Angebotes bzw. Anbieters und die gesetzlichen Vorgaben im Detail. Für die Darstellung wird keine Haftung übernommen. Vor dem Abschluss einer geeigneten Finanzanlage ist die Beratung durch einen spezialisierten Makler unverzichtbar.

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