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Mischformen fondsgebunden/konventionell

Die Feinheiten geschickt verbinden

Mischformen Rentenversicherung fondsgebunden/konventionell

Sinn und Zweck einer gemischten Rentenversicherung:

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherungen können die Kosten im Alter nicht decken. Eine private Vorsorge ist unumgänglich. Da die konventionellen Lebens- oder Rentenversicherungen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus unattraktiv geworden sind und sich die fondsgebundenen Varianten lediglich für risikofreudige Anleger anbieten, haben sich Mischformen gebildet, um die Vorteile beider Varianten zu verbinden.
Die Indexpolice, oder auch indexgebundene Rentenversicherung genannt, garantiert eine Beitragssicherheit bei gleichzeitiger Chance auf eine höhere Rendite als bei rein konventionellen Kapitalversicherungen. Dies wird umgesetzt, indem die Beiträge der Versicherungsnehmer im Deckungsstock des Versicherers investiert werden, bei denen das Verlustrisiko kaum merklich ist. Die errechneten Überschüsse, die der Versicherung anfallen, wenn weniger Kosten entstanden sind als geplant waren, werden in risikoreichere Anlagen investiert.
Diese risiko- und gleichzeitig chancenreicheren Anlagen bestehen aus Aktienindices, was der Vorsorge ihren Namen verleiht. Die Versicherungen kaufen allerdings keine Anteile, sondern erwerben Optionen auf den Index. Dies läuft wie eine Wette auf den Verlauf des Kurses. Wird der Kursverlauf korrekt eingeschätzt, kann eine hohe Rendite erzielt werden. Wettet man jedoch falsch, ist das eingesetzte Geld verloren. Zu beachten ist der sog. Cap, d.h. die Obergrenze, mit der man an der chancenorientierten Anlage partizipiert.
Eine andere Variante der gemischten Altersvorsorge stellen Hybridformen dar. Durch einen kalkulierten Rechnungszins wird sichergestellt, dass zum vereinbarten Ablauf mindestens die eingezahlten Beiträge sichergestellt sind.
Die einfachste Form dieser Option ist der statische Zwei-Topf-Hybrid. Die Sparanteile werden einerseits in den Deckungsstock der Versicherung investiert, der den Beitrag garantiert, und andererseits in Investmentfonds, die eine höhere Rendite versprechen, also in zwei „Töpfe“. Der Versicherungsnehmer kann dabei freiaus der Fondspalette des Versicherers entscheiden, in welche Fonds sein Kapital investiert werden soll.
Der dynamische Drei-Topf-Hybrid ist die zweite Form der hybriden Altersvorsorge. Wie der Name vermuten lässt, wird bei dieser Form in drei Töpfe investiert. Diese sind der Deckungsstock, ein Wertsicherungsfonds und freie Fonds.Anders als beim Zwei-Topf-Hybrid ist die Verteilung jedoch nicht statisch, sondern ändert sich regelmäßig. Diese Umschichtung richtet sich nach der Entwicklung der Kapitalmärkte, der Garantiehöhe, dem Zeitpunkt, zu dem die Garantie zugesagt wurde sowie der Restlaufzeit. Die Versicherer arbeiten hier z.T. mit sehr unterschiedlichen Modellen, die es genau zu prüfen gilt.

Die wichtigsten Gründe für diese Vorsorge:

  • Die gesetzliche Rentenversicherung kann Ihren finanziellen Bedarf im Alter nicht decken
  • Kombination der Vorteile aus konventionellen und fondsgebundenen Versicherungen
  • Drei verschiedene Formen der Vorsorge wählbar
  • Auswahl der Fonds bei Hybridformen

Darauf sollten Sie achten:

Der Garantie der Auszahlung bei Indexpolicen wird dadurch Rechnung getragen, dass in guten Phasen ein Deckel, ein sogenannter Cap, auf die Renditeentwicklung gesetzt wird. Verluste werden allerdings komplett bewertet. Manche Versicherungsunternehmen benutzen eine Quote, statt einem Cap. Hier wird bei positivem Kursverlauf ein prozentualer Anteil gutgeschrieben. Die Quote ist in starken Börsenjahren deutlich im Vorteil, der Cap ist jedoch vorteilhaft, wenn die Börsenkurse stabil bleiben, da der Zuwachs unterhalb des Caps gutgeschrieben wird. Ob Sie einen Tarif mit Cap oder Quote wählen sollten, kann ein erfahrener Makler mit Ihnen besprechen.
Auch die Indices, in die Versicherungsgesellschaften investieren, unterscheiden sich. Ein beliebter Index ist der Euro Stoxx 50, in dem führende Aktien der Eurozone enthalten sind. Aber auch in den Dax wird häufig investiert. Sie sollten Ihre Versicherung danach auswählen, welche Aktien Sie bevorzugen.
Sie haben bei einer Indexpolice jedes Jahr aufs Neue die Möglichkeit, auf eine Indexbeteiligung zu verzichten. Dann wird lediglich in sichere Anlagen investiert.
Zu beachten: Eine Indexpolice geht mit laufenden Verwaltungskosten einher, die sich auf die Rendite negativ auswirken. Weiterhin werden Abschlusskosten fällig, die in den ersten Jahren durch die Beiträge abbezahlt werden.
Bei den hybriden Altersvorsorgeformen kann es zu einem sogenannten „Cash-Lock“-Risiko kommen. Damit die Garantie der Auszahlung erbracht werden kann, muss bei fallenden Aktienkursen in festverzinsliche Anlagen investiert werden. Dazu wird das Kapital aus den risikoreichen Anlagen in sichere umgeschichtet. Dies ist jedoch nicht rückgängig zu machen, sollten die Kurse wieder steigen.
Hinzu kommt, dass die Garantiekosten für hybride Formen nicht aufgeschlüsselt werden. Dies bedeutet, es ist nicht bekannt, wie hoch die Kosten für die Einhaltung der garantierten Auszahlung sind.

Darum ist professionelle Beratung unverzichtbar:

  • Haben Sie einen Überblick über die vielfältigen Angebote am Markt?
  • Wissen Sie, welcher Versicherungstarif für Ihren Bedarf die besten Konditionen bietet?
  • Können Sie einschätzen, ob sich eine Indexpolice oder eine hybride Form der Altersvorsorge für Ihren Bedarf besser eignet?
  • Kommt für Sie bei der Indexpolice ein Versicherer in Betracht der den Cap benutzt, oder einer, der von der Quote Gebrauch macht?

Diese Fragen versiert beantworten, Sie professionell begleiten und einen genau für Sie passenden Versicherungsschutz gestalten kann nur ein spezialisierter Makler.
Hinweis: Bei diesen Ausführungen handelt es sich um eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zu dieser Versicherungsart. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Maßgeblich und allein verbindlich sind die Bestimmungen und Bedingungen des jeweiligen Angebotes bzw. Anbieters. Für die Darstellung wird keine Haftung übernommen. Vor dem Abschluss einer geeigneten Versicherung ist die Beratung durch einen spezialisierten Makler unverzichtbar.

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