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Fonds für regenerative Energien

Energie ohne Verschleiß

Fonds für regenerative Energien

Das Grundprinzip dieser Fondskategorie

Fonds, die sich dem Thema erneuerbare Energien widmen, setzen auf einen eindeutigen Trend, der sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit Wachstum fortsetzen wird: Den Energiebedarf der Menschen möglichst umweltverträglich decken. Offene Fonds – in der Regel Aktienfonds – investieren in börsennotierte Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind. Zielsetzung ist es, von möglichen künftigen Dividendenzahlungen und Kursgewinnen dieser Aktien zu profitieren. GeschlosseneFonds dagegen dienen der Finanzierung und Herstellung konkreter Anlagen aus diesem Segment. Das monetäre Ziel des Anlegers liegt darin, während der Laufzeit des Fonds an den regelmäßigen Erlösen aus der Energiegewinnung zu partizipieren und beim späteren Verkauf der Anlage am Veräußerungserlös beteiligt zu sein.
Ein weiteres – möglicherweise sogar primäres – Ziel der Anlage in einen geschlossenen Fonds kann es sein, durch sein Investment selbst aktiv den Trend zu „grüner“ Energie zu fördern. Also einen eigenen direkten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Spätestens seit dem Bekenntnis der Bundesregierung zum Atomausstieg und der – auch durch „Dieselgate“ geförderten – Forcierung des Elektroautos wird klar, dass hier national und international ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld entsteht, das in vielen Bereichen zu seinen eigenen Ertragschancen auch staatliche Förderung erhält. Mit dem Kauf von Anteilen an einem geschlossenen Fonds dieses Segments wird der Anleger selbst Mit-Unternehmer in diesem Branchenzweig.

Sinn und Zweck dieser Fondsart:

Die gängigsten Investitionsziele im Bereich regenerative Energien sind:

  • Windkraftanlagen: Durch die Kraft des Windes werden große Windräder in Bewegung gesetzt und erzeugen dadurch Strom. Anlagen gibt es an Land (onshore) und im Küstenvorfeld (offshore).
  • Biomassekraftwerke: Unter Biomasse im energietechnischen Sinne versteht man tierische und pflanzliche Erzeugnisse, aus denen sich Wärme oder Strom erzeugen lässt bzw. die für Kraftstoffe verwendet werden können.
  • Solaranlagen: Photovoltaikanlagen wandeln mittels Solarzellen die Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie um.
  • Wasserkraftanlagen: Aus der natürlichen Bewegung bzw. Fallenergie von Wasser wird Strom gewonnen. Nutzbar sind Flüsse und Seen, aber auch die Meeresgezeiten.
  • Geothermie: Die Geothermie nutzt die natürlich Erdwärme, die in der Erdkruste gespeichert ist. Sie kann direkt als Wärmelieferant oder indirekt zur Stromerzeugung dienen.
  • Energiespeicher: Erneuerbare Energien entstehen oft an Orten weit vom tatsächlichen Bedarf weg. Oder sie kommen in ungleichmäßiger Form vor, z.B. wetterabhängig durch die Sonneneinstrahlung. Beide typische Phänomene benötigen effiziente Transport- bzw. Speichersysteme.

Für jedes dieser möglichen Systeme müssen geeignete Anlagen entwickelt, gebaut und laufend verwaltet werden. Mit dem Kauf von Anteilen an einem derartigen geschlossenen Fonds stellt man das für die Herstellung oder den Kauf einer Anlage notwendige Eigenkapital zur Verfügung, das durch Fremdkapital (Finanzierung) auf das erforderliche Investitionsvolumen aufgestockt wird.

 

Fonds für regenerative Energien

Das sollten Sie wissen:

Energie bestimmt unser Leben. Die früher üblichen fossilen Brennstoffe wie Öl oder Kohle gehen irgendwann zur Neige und belasten bei ihrer Verbrennung (z.B. zur Stromerzeugung) die Umwelt in hohem Maße. Es besteht also einhoher gesellschaftlicher Druck zur Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien. Gleichzeitig ist die Akzeptanz und damit Nutzung auch in hohem Maße von der Effizienz der Gewinnung und damit vom Preis abhängig. Technologischer Fortschritt und neue Entwicklungen können sehr schnell dazu führen, dass sich die Trends innerhalb der verschiedenen Systeme ändern. Ein Beispiel: Photovoltaikanlagen galten lange Zeit als eine der teuersten Formen der Stromgewinnung. Starke Einsparungen bei der Herstellung der Anlagen und Steigerungen bei der Nutzungseffizienz haben sie heutzutage zu den günstigsten Anlageformen gemacht.
Ein Investment in diese Branche kann also bedeuten, dass man genau eine Zukunftstechnologie findet. Andererseits kann auch genau das eigene Investment sehr schnell an Wirtschaftlichkeit und Bedeutung verlieren, im Extremfall bis zum Totalverlust der Geldanlage.
Liegt Ihr Motiv primär in der Rendite, sind die Herstellungskosten und die Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebes von entscheidender Bedeutung. Sie müssen in einer guten Relation zu den laufenden Erlösen aus der Energiegewinnung stehen.
Haben Sie dagegen in erster Linie die Absicht, mit Ihrem Geld den Umweltschutz zu unterstützen, sollten Sie einen kritischen Blick auf die sog. Ökobilanz der jeweiligen Energiegewinnung richten. Die Herstellung eines Windkraftrades ist z.B. sehr energie- und rohstoffintensiv. Es wird viele Jahre dauern, bis es tatsächlich zum Umweltschutz beigetragen hat.

Darauf sollten Sie achten:

Ein geschlossener Fonds ist ein unternehmerisches Investment mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken. Neben den oben erwähnten Kauf-bzw. Herstellungskosten, den Erlösen aus der produzierten Energie und der Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebes ist der Erfolg in hohem Maße von der Geschäftsführung des Unternehmens abhängig. Hier sollte geprüft werden, ob die entscheidenden Personen über das branchenspezifische Know-How und die Fähigkeit einer professionellen Geschäftsführung verfügen. Leistungsbilanzen bereits aufgelegter Fonds können dafür nützliche Hinweise liefern.
Wie bei jedem Investment kann eine hohe Spezialisierung auf ein bestimmtes Thema zu überdurchschnittlichen Erträgen führen, wenn genau diese „Spezialität“ den Zukunftstrend trifft. Falls nicht, kann das Investment im schlimmsten Fall auch zu einem Totalverlust führen. Wer mehr Sicherheit unter Inkaufnahme einer eher moderaten Rendite wünscht, sollte sich für einen Mix verschiedener Energiegewinnungssysteme entscheiden. Liegt die Anlage im Ausland, sind zudem geografische, politische und auch Währungsthemen zu beachten. Bei der Prüfung der wesentlichen Aspekte dieses Engagements sollten man die Erfahrung und das Know-How eines professionellen Beraters nutzen.
Anteile an einem geschlossenen Fonds sind ein längerfristiges Investment, das vor Veräußerung der Anlage nicht oder nur schwer zu liquidieren ist. Als Anleger sollte man daher noch über anderweitige ausreichende Geldmittel verfügen.

Darum ist professionelle Beratung unverzichtbar:

  • Können Sie selbst objektiv Ihr eigenes Chancen-/Risikoverhältnis ermitteln?
  • Ist das positive Ergebnis früherer Fondsemissionen auch für den neuen Fonds zu erwarten?
  • Welche grundsätzlichen Marktveränderungen zeichnen sich ab und wie wirken sie sich speziell auf die verschiedenen Arten der Energiegewinnung aus?
  • Können Sie selbst aus einer Vielzahl von Fonds den oder die für Sie geeigneten herausfinden?

Diese Fragen versiert beantworten, Sie professionell begleiten und ein genau für Sie passendesAnlagekonzept gestalten kann nur ein spezialisierter Makler.
Hinweis: Bei diesen Ausführungen handelt es sich um eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zu dieser Fondsart. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Maßgeblich und allein verbindlich sind die Bestimmungen und Bedingungen des jeweiligen Angebotes bzw. Anbieters und die gesetzlichen Vorgaben im Detail. Für die Darstellung wird keine Haftung übernommen. Vor dem Abschluss einer geeigneten Finanzanlage ist die Beratung durch einen spezialisierten Makler unverzichtbar.

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